Folge Elf

…in der sich der Befreier verabschiedet.

Dezember 1829, Januar 1830. Bolívar legt sein Amt als Oberhaupt von Großkolumbien nieder, er ist krank und schwach – die Bevölkerung wendet sich ab. Bis zu seiner Abdankung schränkt Bolívar die Pressefreiheit stark ein, um die vielen Flugblätter und die kritischen Artikel gegen ihn zu verhindern. Besonders die erotischen Eskapaden des Befreiers sorgen für Spott der Bürger und politischen Gegner. Bolívar ist verbittert, in einem Brief schreibt er: „Mein Ruhm! Mein Ruhm! Warum haben sie ihn mir entrissen? Warum beleidigen sie mich?“
1830 zerfällt Großkolumbien in die drei heutigen Einzelstaaten Kolumbien, Venezuela und Ecuador. General Sucre wird in einem Hinterhalt ermordet, er war der engste Vertraute und Gefährte Bolívars. Und schließlich macht sich Bolívar, der große Befreier, auf den Weg ins Exil. Mittlerweile ist er von einem der reichsten Männer des Kontinents zu einem der ärmsten geworden – seine letzten Besitztümer muss er für die Vorbereitungen der Reise verkaufen.

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