Folge Zehn

…in der Simón Gnade vor Recht ergehen lässt.

September 1828. Nachdem sich Bolívar retten konnte, wird der Aufstand gegen ihn noch in der gleichen Nacht niedergeschlagen. Mehrere Dutzend Verdächtige werden in den folgenden Tagen und Wochen festgenommen und von einem Militärtribunal zum Tode verurteilt. Santander wird von Bolívar persönlich begnadigt, er verlässt Südamerika und verbringt die folgenden Jahre im Exil in den USA und Europa. Doch Ruhe kehrt in den befreiten Gebieten deshalb nicht ein – stattdessen beginnt ein langsamer Bürgerkrieg. Bereits im April 1828 sind peruanische Truppen in Bolivien einmarschiert und haben General Sucre, den Präsidenten des neugegründeten Landes, vertrieben. Auch zwischen Großkolumbien und Peru kommt es im Februar 1829 zu einer Schlacht bei Guayaquil. Zwar gewinnen Sucre und Bolívar die Schlacht, doch der militärische Sieg ist „ein politischer Supergau: Der Traum eines geeinten Amerika hatte sich endgültig in einen Alptraum verwandelt.“ (Norbert Rehrmann)

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