Folge Acht

…in der zwei Träume zerplatzen.

1826. Auch nach dem Sieg über die Spanier bleibt die Einheit des spanischsprachigen Lateinamerikas Simón Bolívars wichtigstes Ziel. – Ein erster Schritt hierzu soll der auf Bolívars Initiative hin einberufene panamerikanische Kongress in Panama sein. Aber das Unternehmen scheitert – obwohl sämtliche spanischsprachigen Staaten des Kontinents, Brasilien und die USA eingeladen sind, nehmen nur Großkolumbien, Peru, Mexiko und Zentralamerika teil. In keiner der wichtigen Fragen wird Einigkeit erzielt – weder über ein Freihandelsabkommen, noch über eine von allen Staaten zu bildende Armee. Gefasste Beschlüsse bleiben ohne Wirkungen. Bolívar selbst nimmt an dem Gipfeltreffen nicht teil.
Zum Misserfolg wird ebenso das zweite große Vorhaben des Befreiers: Bolívar will dem von ihm geschaffenen Staat Großkolumbien eine Verfassung ganz nach seinen Wünschen geben. Doch beim Verfassungskonvent in Ocana 1828 sind besonders Vorschläge wie die lebenslange Präsidentschaft Bolívars und das Recht, einen Nachfolger zu bestimmen, umstritten. Bolívars Gegner setzen sich durch, die Verfassung wird abgelehnt. Bolívar ernennt sich daraufhin zum Diktator.

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