Folge Sieben

…in der viel gewartet und viel gefeiert wird.

9. Dezember 1824. Die letzte entscheidende Schlacht gegen die spanische Kolonialherrschaft findet ohne den „Libertador“ statt: Simón Bolívar waren bereits im Juli 1824 vom Kongress in Bogotá die Sondervollmachten und der Oberbefehl über die Truppen entzogen worden. Den Ausgang der Schlacht von Ayacucho in Peru kann Bolívar also nur abwarten. Die Unabhängigkeitskämpfer sind in der Unterzahl, trotzdem gelingt es General Sucre, die Spanier zu schlagen. Später schreibt Bolívar selbst, dieser letzte Sieg sei „der Zenit der amerikanischen Glorie und das Werk von General Sucre“.
Nach dem Sieg befindet sich Bolívar auf dem Höhepunkt seiner Macht – er hat fünf Staaten des Kontinents zur Unabhängigkeit geführt: Kolumbien, Venezuela, Ecuador, Peru und Bolivien. Letzteres benennt sich nach dem Befreier und ernennt Bolívar 1826 zum Präsidenten auf Lebenszeit. Bolívar plant Reformen in der Schulbildung und erreicht einen großen politischen Erfolg: Großbritannien, die wichtigste Großmacht der damaligen Zeit, erkennt die Unabhängigkeit der neuen Staaten Lateinamerikas an.

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